Seid ihr auch schon im Murdle- oder Murdoku-Fieber? Vor ein paar Monaten schon habe ich euch hier auf dem Blog meine liebsten Rätselbücher als Idee für eine analog Bag vorgestellt und mittlerweile gibt es online einen richtigen Hype um die Bücher. Immer mal wieder trudeln dazu Fragen bei mir ein, besonders häufig: Murdle oder Murdoku – was ist besser und womit soll ich starten? Daher habe ich heute einen kleinen Vergleich der beiden Bücher für euch und zusätzlich die Antworten auf weitere häufige Fragen.
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Murdle oder Murdoku – womit soll ich starten?
Murdle oder Murdoku? Für mich ganz klar: Beides! Murdle und Murdoku haben ein ganz ähnliches Konzept, aber doch ein paar entscheidende Unterschiede. Wenn ihr euch für eins entscheiden möchtet, helfen euch vielleicht die Übersichten unten etwas zu sehen, was besser zu euch passt. Ich habe beides zuhause und freue mich über die Abwechslung! Hier geht es direkt zu meiner Liste mit deutschsprachigen Ausgaben von Rätselbüchern im Überblick.
Murdle – das Konzept kurz erklärt
Murdle war mein Einstieg in die Welt der Rätselbücher und ich habe sowohl deutschsprachige als auch Originalausgaben. Als Basis jedes Murdles dient ein Raster, in das Verdächtige, Tatwaffen, Orte und (teilweise auch) Motive eingeordnet werden müssen. Dabei kann jeder Ort und jede Waffe nur von einer Person „besetzt“ sein. Beim Einordnen helfen Hinweise und Aussagen (die wahr oder falsch sein können), durch die man durch Logik und Ausschlussverfahren am Ende hoffentlich vor einem gelösten Fall sitzt. In einem Murdle Buch findet ihr 100 Fälle, je 25 pro Schwierigkeitsstufe, die nach und nach komplexer werden. In jeder Stufe gibt es zusätzlich einen Anhang, der manchmal zum Lösen von Hinweisen benötigt wird. Obwohl das Raster an sich immer das gleiche Format hat, sind die Fälle abwechslungsreich und führen ganz unterschiedliche Ansätze zum Ziel.
Die Fälle sind dabei in eine Geschichte eingebettet, die in den Einleitungen und Lösungen immer weitererzählt wird. Ehrlicherweise gerät diese Geschichte für mich beim Lösen der Rätsel jedoch sehr in den Hintergrund und spielt nicht wirklich eine Rolle. Bei den Junior Ausgaben finde ich sie allerdings gut!
Murdle wurde von G.T. Garber erfunden. Es gibt mittlerweile 4 deutsche Ausgaben (Band 1 bis 3 & eine Ausgabe Murdle Mystery) im hanserblau Verlag. Eine weitere Ausgabe erscheint schon am 11.10.26 (Murdle – Jäger des Juwelenschatzes)! Die erste Ausgabe findet ihr hier: Murdle Band 1!
Murdle könnt ihr übrigens auch ganz einfach mal ausprobieren, denn auf murdle.com findet ihr neben vielen Infos auch das Murdle des Tages!
Murdoku – das Konzept kurz erklärt
Bei Murdoku spielen im Gegensatz zu Murdle Motiv und Waffe keine Rolle und der „Tatort“ sieht in jedem Fall anders aus. Es geht darum Verdachtspersonen mit Hilfe von Hinweisen im Raum zu platzieren. Das Spiel lehnt sich dabei an klassisches Sudoku an. Bei Sudoku darf eine Zahl nur einmal pro Zeile und Spalte vorkommen, bei Murdoku darf sich nur eine Verdachtsperson in jeder Zeile und Spalte befinden. Wer allein mit dem Opfer im gleichen Raum ist, ist auch der Täter. Das klingt erstmal simpler als Murdle, weil man „nur“ die Position bestimmen muss, ist es aber gar nicht. Denn zu jeder Person müssen unterschiedliche Hinweise beachtet werden (z.B. steht neben einem Tisch) und nur durch geschicktes Kombinieren der Hinweise kann das Rätsel gelöst werden. Murdoku folgt im Gegensatz zu Murdle keiner Geschichte und alle Rätsel stehen komplett für sich. Die Bücher sind farbig illustriert.
Murdoku wurde von Manuel Garand entwickelt und ist als deutschsprachige Ausgabe bei Riva erschienen. Band 2 und 3 könnt ihr bereits vorbestellten (sie erscheinen im Oktober!). Alle drei Ausgaben auf einen Blick findet ihr hier!
Murdle oder Murdoku? Was ist jetzt kniffeliger?
Für mich sind die schwierigen Murdoku Fälle etwas kniffeliger als die Murdle Rätsel, denn Murdle lassen sich auch durch „Fleißarbeit“ lösen, indem man einfach alle möglichen Varianten nacheinander ausprobiert. Bei Murdoku muss ich doch manchmal länger nachdenken, bis ich einen Lösungsansatz finde. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich einfach schon durch mehr Murdle Fälle gearbeitet habe!
In den Murdle Büchern gibt es verschiedene Vorschläge, wie man die einfachen Fälle spannender gestalten kann (auf Zeit, ohne Notizen, etc.), sodass auch diese interessant bleiben.
Fazit: Für mich sind beide Varianten spannend und auch noch wirklich vielen Fällen noch nicht langweilig geworden! Ich wechsle nach ein paar Fällen immer gern zu der anderen Variante, damit es abwechslungsreich bleibt.
Murdle oder Murdoku für Kinder?
Die ersten Rätsel in beiden Büchern sind noch relativ einfach, sodass sie auch Kinder lösen können, wenn sie flüssig lesen können. Von Murdle gibt es zusätzlich eine Junior Variante. Die Fälle darin sind thematisch passender für Kinder (z.B. verschwundene Gegenstände in der Schule) und die Geschichte drumherum nimmt etwas mehr Platz ein. Bei Kindern im Grundschulalter würde ich einfach mal Murdle Junior ausprobieren.
Tipps für beide Bücher – was braucht man noch zum Lösen?
Sowohl bei Murdle als auch bei Murdoku habe ich mir hinten ins Buch eine passende Karteikarte gesteckt, mit der ich die Lösungen abdecke. Da alle direkt untereinanderstehen, passiert es sonst schnell, dass man aus Versehen drauf schaut.
Zum Lösen nutze ich einfach nur einen radierbaren Tintenroller. Damit schreibe ich mir Optionen klein in die Ecken und radiere einfach wieder aus, was ich nach und nach ausschließen kann. Weiteres Material nutze ich nicht.
Englische Originalausgabe oder deutsche Übersetzung?
Auch zu den Originalausgaben kamen ein paar Fragen, denn es sind noch nicht alle verfügbaren Ausgaben auch als deutsche Übersetzung auf dem Markt. Mit normalem Schulenglisch kommt ihr auch in den englischen Ausgaben gut zurecht. Bei Murdle solltet ihr allerdings bedenken, dass einige der Hinweise als „Buchstabensalat“ formuliert sind. Dieser ist in einer Fremdsprache etwas schwieriger zu lösen. Falls euch das zu kompliziert klingt: Sowohl von Murdle als auch von Murdoku erscheinen in diesem Herbst noch weitere deutschsprachige Ausgaben. Ihr müsstet euch also nicht lang gedulden!
Viel Spaß beim Knobeln,
Jutta







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